Faustball - eine der ältesten SportartenErstmals geschichtlich erwähnt wurde das Faustball - Spiel bereits im Jahre 240 n. Chr. 1555 wurde in Italien das erste Regelwerk schriftlich fixiert, ehe Georg Heinrich Weber Ende des 19. Jahrhunderts Regeln in Deutsch niederschrieb. Deutschland ist nach wie vor die Hochburg des Faustballsports, seit 1893 findet ein organisierter Spielbetrieb statt. Aber auch in Österreich, der Schweiz, Italien und Dänemark erfreute sich das Spiel zunehmender Beliebtheit, deutsche Auswanderer machten Faustball auch in Übersee bekannt
Spielidee und Regelwerk
Faustball wird im Winter in der Halle und im Sommer auf Rasen gespielt. Es stehen sich zwei Mannschaften mit je fünf Spielern gegenüber.Grundgedanke ist es, den Faustball mit der Faust oder dem Arm so in des Gegners Feld zu platzieren, dass das andere Team ihn nicht erreichen kann. Dabei darf die in der Mitte des Spielfeldes gespannte Leine nicht berührt werden. Gespielt wird nach Sätzen oder nach Zeit, je nach dem, in welcher Liga man antritt.
Faustball im Marner TV damals....
Seit 1920 wird im Marner TV organisierter Faustballsport betrieben. Bis 1935 war beständiges Training, die politischen Ereignisse schienen dann aber allem ein Ende zu setzen. Nach dem Krieg fanden sich die Kriegsrückkehrer aber wieder zusammen, so dass 1946 als offizielles Gründungsdatum der Faustballsparte gilt.
Max Bocian gründete die Sparte, ab 1966 übernahm Günter Dreessen dessen Amt. Von nun an nahm der MTV an Punktspielen teil, konnte sogar bis in die Landesliga aufsteigen. Als Walter Ringeloth 1974 dies Amt übernahm, konnte der MTV bereits zwei Mannschaften in die Punktrunde schicken. Zehn Jahre später übernahm Kalle Kölln das Ruder, zunächst drei, später wurden gar vier Mannschaften des Marner TV geführt. Lange Jahre spielte der MTV auf hohem Niveau, die erste Mannschaft kämpfte sich sogar bis zur zweiten Bundesliga hoch, die Zweite schaffte es immerhin bis zur Landesliga.
.... und heute
Die guten Zeiten der Faustballsparte gehören derzeit der Vergangenheit an. Zwar gingen in der gerade laufenden Spielserie noch zwei Herrenmannschaften sowie ein Damenteam an den Start, fehlender Nachwuchs sowie die zunehmende Zahl an Verletzungen lassen derzeit keine günstige Prognose zu. Die Sparte ist dennoch gewillt, den Spielbetrieb in der jetzigen Form aufrecht zu erhalten, benötigt aber dringend interessierte Sportlerinnen und Sportler.


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